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30.04.2018

Osterglaube

Der Osterglaube kann und will zur Lebenshaltung werden.

Foto: Kati Buchmann, Pflegefachkraft im Diakonie-Hospiz Wannsee

Dann geschah, was niemand erwartet hatte. „Das wird nichts mehr“, können Blicke sagen. „Na, so was,“ – wundert man sich manchmal später – „wer hätte das gedacht?“ „Den Stein rollt da keiner mehr weg“, dachten die Soldaten vor dem Grab. „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ war die Frage an die Frauen vor dem leeren Grab. Ostern auf den Punkt gebracht, ist immer das eine: gegen alle Wahrscheinlichkeit, gegen alle Berechnung und gegen menschliches Kalkül sind Wunder möglich. Sie sind nicht sicher, schon gar nicht berechenbar, es gibt keine Gewähr, aber doch sind sie möglich. Und immer wieder auch tatsächlich wirklich: Wunder. Und das ändert etwas, kann und will etwas ändern: unsere Haltung.

Es waren einmal zwei Brüder, Zwillinge, so wird erzählt. Der eine glaubte nicht an die Möglichkeit von Glück. Der andere – schon. Am Vorabend ihres Geburtstages wollte ihr Vater das testen. Dem ersten legte er, während er schlief, all’ das vor das Bett, wovon ein Jungenherz nur träumen kann: ein ferngesteuertes Boot und ein Auto, sogar den langersehnten batteriebetriebenen Hubschrauber. Dem anderen, der an das Glück glaubte, legte der Vater nur ein paar Pferdeäpfel vor das Bett. Nach dem Erwachen der beiden hörte der Vater zu seinem Erstaunen bitteres Weinen aus dem Zimmer des reich Beschenkten. Was war der Grund? Ganz einfach: Von den Geschenken war nur die Sorge geblieben, wie die vielen Batterien bezahlt und die Bedienungsanleitungen gelesen werden sollen. Aus dem anderen Zimmer, in dem die Pferdeäpfel abgelegt waren, hörte der Vater dagegen einen Freudenschrei. Nicht weniger erstaunt fragte der Vater, wie man sich denn angesichts dieses Geschenkes freuen könne.

„Ach, weißt Du,“ war die Antwort, „es könnte doch ein Pony im Haus sein.“Das leere Grab wird da zur österlichen Lebenshaltung, wo wir immer, überall und ganz bis zuletzt Gott etwas zutrauen. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit.

Dr. Johannes Krug
Superintendent im Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf und Mitglied des Beirats des Diakonie-Hospiz Wannsee

Aus dem Freundesbrief April 2018 des Fördervereins Diakonie-Hospiz Wannsee e.V.

 
 
 
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